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Historie des Domänenamtes

Sowohl die Oldenburger Domänenverwaltung als auch der Domänenfiskus der ehemaligen Regierungsbezirke Aurich und Osnabrück lassen sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen und haben ihren Ursprung in der Verwaltung des ursprünglich landesherrlichen Grundbesitzes, der mit Aufhebung der monarchischen Staatsverfassung nach dem 1. Weltkrieg in Staats- bzw. Landeseigentum überführt wurde. In seiner Entstehung ist dieser Grundbesitz neben der Vereinnahmung bis dahin bäuerlichen Besitzes im Wesentlichen auf die Landgewinnung an den Küsten und Flussmündungen, die Urbarmachung bisher ungenutzten Ödlandes sowie insbesondere auf die Konfiszierung von Kirchen- oder Klosterbesitz im Zuge der Reformation zurückzuführen.

Zu Beginn der Weimarer Republik in 1919 wurde die Domänenverwaltung in Oldenburg als selbständiges Amt (Domänenamt Oldenburg) aus dem Staatsministerium herausgelöst und konnte auch nach der Bildung des Landes Niedersachsen in 1946 weiter seine Selbstständigkeit bewahren.

Im Rahmen der fortlaufenden Verwaltungsreform erfolgte schließlich 2001 seine Auflösung und die Übertragung seiner Aufgaben auf die Bezirksregierung Weser-Ems (Dez. 506 - Landwirtschaft/Ernährungswirtschaft). Während in Osnabrück die Domänenverwaltung nach dem 2. Weltkrieg ausschließlich von der dortigen Regierung im Landwirtschaftsdezernat wahrgenommen und nach der Bezirksreform 1978 dem Domänenamt Oldenburg zugeschlagen wurde, war in Ostfriesland die Zuständigkeit zwischen der Regierung in Aurich (für Domänen und Pachthöfe) und dem Domänenrentamt in Norden (für den Streubesitz) bis zur Zusammenfassung aller Aufgaben im neuen Domänenamt Norden im Zuge der Bezirksreform 1978 geteilt. Im Zuge der Auflösung des Domänenamtes Oldenburg wurde auch die Verwaltung aller ostfriesischen Domänen 2001 ins Dez. 506 der Bezirksregierung verlagert. Im Rahmen der jüngsten Verwaltungsreform ist das ehemalige Domänenamt Norden, das schwerpunktmäßig die 7 ostfriesischen Inseln und umfangreiche Deichvorlandflächen am Festland im Bereich des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer liegenschaftsmäßig betreut, ein Teil des Domänenamtes des LGLN RD Oldenburg geworden.

Die Kolleginnen und Kollegen in Norden haben Ihre Diensträume im Dienstgebäude des LGLN RD Aurich, Gartenstraße 4 in Norden.

Der Flächenbestand der Domänenverwaltung wurde nach dem 1. Weltkrieg in drei Perioden stark reduziert und für Siedlungszwecke zur Verfügung gestellt, und zwar

  • zu Beginn der zwanziger Jahre nach Inkraftsetzung des Reichssiedlungsgesetzes,
  • in den dreißiger Jahren zu Zeiten des Nationalsozialismus und
  • in den fünfziger und sechziger Jahren nach dem 2. Weltkrieg,

um möglichst viele neue selbständige Bauernstellen zu gründen zur Verringerung der Arbeitslosigkeit aber auch zur Erhöhung der Lebensmittelproduktion und zur Stärkung von Autokratiebestrebungen hinsichtlich Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung sowie zur Unterbringung von Heimatvertriebenen.

Seit Beginn der achtziger Jahre wurden im Hinblick auf zunehmend auftretende Defizite im Natur- und Umweltschutz in steigendem Maße Flächen aus dem Bestand der Domänenverwaltung für Natur- und Umweltschutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt.

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